Die kommende Woche verspricht, auf dem Ölmarkt und in den Industriemetallmärkten spannend zu werden.
Wenn die OPEC+ die geplante Produktionsanhebung erneut verschiebt, könnte das den Ölpreis stabilisieren oder sogar ansteigen lassen. Allerdings könnten enttäuschende Ölimporte aus China am Ende der Woche für Ernüchterung sorgen, was die Marktentwicklung beeinflussen könnte.
Die Ölpreise stehen unter Druck, insbesondere durch die Möglichkeit, dass mehr Öl aus Ländern wie dem Irak, Kasachstan und möglicherweise Russland auf den Markt kommen könnte. Dies geschieht trotz der OPEC+-Quoten, die eine Erhöhung der Produktion verhindern sollen.
Zudem trübt das schwache Verbrauchervertrauen in den USA die Nachfrageaussichten, was ebenfalls belastend wirkt.
Ein weiterer Faktor, der die US-Produktpreise beeinflussen könnte, sind die angekündigten Zölle auf Ölimporte aus Kanada und Mexiko, die für den 4. März geplant sind. Da die USA einen Großteil ihres Rohöls aus Kanada beziehen, könnte dies zu höheren Preisen für Ölprodukte führen.
In Bezug auf die Industriemetalle wird besonders auf die Kupfererzimporte aus China geachtet. Ein Rückgang dieser Importe könnte die Kupferpreise stützen.
Im Edelmetallsektor haben Gold und Silber in diesem Jahr besonders gut abgeschnitten und notieren trotz einer kürzlichen Korrektur immer noch etwa 8-9% höher als zu Jahresbeginn.
Platin sollte jedoch ebenfalls Beachtung finden, da es aktuell um 4,5% gestiegen ist, aber weiterhin unter 1.000 USD je Feinunze gehandelt wird. Dies macht Platin im Vergleich zu Gold relativ preiswert.
Ein wichtiger Termin steht bevor: Nächsten Mittwoch wird der World Platinum Investment Council (WPIC) seinen neuen Quartalsbericht veröffentlichen. Dieser Bericht könnte die fundamentale Unterversorgung des Platinmarktes erneut thematisieren, was das Aufwärtspotenzial für den Platinpreis im Jahresverlauf unterstützen könnte.
Insgesamt wird die kommende Woche durch die OPEC+ und die ersten harten Zahlen aus China geprägt sein, die entscheidende Hinweise auf die zukünftige Marktentwicklung geben könnten.
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Michael Neumann
Chief Executive Officer