Ist eine Fortsetzung des Zinssenkungszyklus der Federal Reserve (Fed) spätestens ab Herbst 2025 realistisch?

Die aktuelle Zollpolitik von Trump, die als aggressiv und wankelmütig beschrieben wird, hat erwartungsgemäß zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf Inflation und Wirtschaftswachstum geführt.

 

In diesem Kontext hat die Federal Reserve (Fed) beschlossen, den Leitzins vorerst bei 4,5 Prozent zu belassen, was darauf hindeutet, dass sie vorsichtig ist und die wirtschaftlichen Entwicklungen genau beobachtet.

 

Die Drosselung des Liquiditätsabzugs zeigt, dass die Fed besorgt über die Konjunktur ist. Die Finanzmärkte scheinen ebenfalls zu erwarten, dass es spätestens im Herbst zu Zinssenkungen kommen wird, was auf eine mögliche Anpassung der Geldpolitik hinweist, um das Wachstum zu unterstützen.

 

Die anhaltend hohe Inflation in den USA, die über dem Zielwert von zwei Prozent liegt, stellt eine große Herausforderung für die Federal Reserve (Fed) dar. Seit Sommer 2024 hat die Fed offenbar keine nennenswerten Fortschritte bei der Bekämpfung der Inflation erzielt, was die Sorgen über strukturell höhere Preissteigerungen verstärkt.

 

Die aggressive Zollpolitik von Trump scheint einen erheblichen Einfluss auf die Inflationserwartungen der Verbraucher zu haben, wie Umfragen der University of Michigan zeigen, die einen Anstieg auf den höchsten Stand seit 1993 dokumentieren. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Verbraucher besorgt sind und sich auf anhaltend hohe Preise einstellen.

 

Die Zollpolitik von Trump zwingt viele Mittelständler dazu, ihre Preise vorsorglich zu erhöhen, oft sogar über das, was sie ursprünglich geplant hatten, da sie unsicher sind, wie sich die Situation entwickeln wird. Besonders US-Exporteure spüren den Druck durch Vergeltungszölle und mögliche Verbraucherboykotte im Ausland, was ihre Margen zusätzlich belastet.

 

Die Schwäche des US-Dollars, die teilweise auf politische Entscheidungen in Washington zurückzuführen ist, trägt ebenfalls zur importierten Inflation bei.

 

Trotz dieser Herausforderungen betont Fed-Chef Powell, dass es noch zu früh sei, um die genauen Auswirkungen der US-Importzölle auf die Inflation zu quantifizieren.

 

Die angehobenen Inflationsprognosen der Fed für die kommenden Jahre zeigen, dass sie die Situation ernst nehmen, aber auch Raum für Anpassungen lassen. Die Möglichkeit weiterer Zinssenkungen in diesem Jahr bleibt somit bestehen, was darauf hindeutet, dass die Fed flexibel auf die wirtschaftlichen Entwicklungen reagieren möchte.

 

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Michael Neumann

Chief Executive Officer