Die wichtigsten Rohstoffprognosen auf einen Blick, Stand 18. März 2025!

Ölmarkt

 

Der Brentölpreis hat in dieser Woche einen Anstieg auf etwa 72 USD pro Barrel verzeichnet.

 

Die aktuellen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Luftangriffe auf die Huthi-Rebellen und die verschärften Sanktionen gegen den Iran, haben den Druck auf den Ölmarkt erhöht. Zudem haben die positiven Konjunkturdaten aus China, die einen Anstieg der Rohölverarbeitung zeigen, zur Preissteigerung beigetragen.

 

Es ist interessant zu sehen, wie die geopolitischen Entwicklungen und die wirtschaftlichen Indikatoren miteinander verknüpft sind. Die Situation bleibt jedoch angespannt, insbesondere wenn man bedenkt, dass die USA versuchen, die iranischen Ölexporte drastisch zu reduzieren.

 

Dies könnte zu einer weiteren Verknappung auf dem Ölmarkt führen, es sei denn, die OPEC+ entscheidet sich, die Produktion entsprechend zu erhöhen.

 

Edelmetallmärkte

 

Der Goldpreis hat kürzlich die Marke von 3.000 USD je Feinunze überschritten und erreicht damit ein neues Rekordhoch.

 

Dieser Anstieg ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter die hohe Unsicherheit, die durch die unberechenbaren Entscheidungen von US-Präsident Trump in verschiedenen politischen Bereichen entsteht. Diese Unsicherheit hat dazu geführt, dass Gold als sicherer Hafen weiterhin stark nachgefragt wird.

 

Die Zuflüsse in Gold-ETFs sind ein weiteres Indiz für das gestiegene Interesse an Gold. In den ersten Monaten des Jahres gab es signifikante Netto-Zuflüsse, was auf eine robuste Nachfrage hinweist. Gleichzeitig zeigen spekulative Finanzanleger jedoch eine gewisse Skepsis, da sie ihre Netto-Long-Positionen in den letzten Wochen reduziert haben, was darauf hindeutet, dass sie das weitere Anstiegspotenzial als begrenzt erachten.

 

Zusätzlich haben die Käufe von Zentralbanken, die in den letzten Jahren oft im Verborgenen stattfanden, ebenfalls zur Unterstützung des Goldpreises beigetragen. Die Unsicherheit bezüglich US-Zöllen könnte viele Zentralbanken dazu veranlasst haben, ihre Goldbestände aufzustocken.

 

Ein weiterer Faktor, der den Goldpreis beeinflusst, ist der schwächere US-Dollar, der in den letzten Monaten an Wert verloren hat. Dies hat dazu geführt, dass Gold in anderen Währungen nicht die gleichen Rekordniveaus erreicht hat.

 

Auch die sinkenden US-Anleiherenditen und die wachsenden Zinssenkungserwartungen tragen zur Attraktivität von Gold als Anlageform bei.

 

Insgesamt zeigt der Goldmarkt eine interessante Dynamik, die von geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten geprägt ist.

 

Der Silberpreis hat in der Tat von der positiven Entwicklung des Goldpreises profitiert und ist erstmals seit Ende Oktober über die Marke von 34 USD je Feinunze gestiegen.

 

Angesichts des anhaltenden Anstiegs bei Gold könnte das 12-Jahreshoch von knapp 35 USD bald erreicht werden. Daher haben wir unsere Preisprognose für Silber nach oben revidiert und erwarten nun einen Silberpreis von 35 USD je Feinunze zum Jahresende, was eine Anpassung von zuvor 33 USD darstellt.

 

Mit diesem Anstieg könnte Silber gegenüber Gold etwas Boden gutmachen, was das Gold/Silber-Verhältnis auf 81 senken würde – ein Wert, der dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entspricht.

 

Ein weiterer positiver Faktor für den Silberpreis ist die steigende Nachfrage aus industriellen Anwendungen, insbesondere in Bereichen wie Photovoltaik und Elektromobilität, die im Rahmen der Dekarbonisierung an Bedeutung gewinnen.

 

Der Silbermarkt ist aufgrund der rekordhohen Industrienachfrage seit vier Jahren unterversorgt, und das Silver Institute prognostiziert auch für dieses Jahr ein erhebliches Angebotsdefizit. Diese Faktoren könnten den Silberpreis weiter unterstützen.

 

Industriemetalle

 

Die EU plant tatsächlich eine Untersuchung zum Schutz der heimischen Aluminiumindustrie, um den Druck durch die US-Zölle auf Aluminiumeinfuhren zu mindern.

 

Diese Zölle könnten dazu führen, dass mehr günstiges Aluminium auf den europäischen Markt strömt, was die bereits angeschlagene Industrie weiter belasten würde. Es ist bemerkenswert, dass die Aluminiumprämien in Europa in den letzten Wochen gefallen sind, während sie in den USA gestiegen sind.

 

Zusätzlich hat die EU in ihrem jüngsten Sanktionspaket angekündigt, die Aluminiumimporte aus Russland für ein Jahr auf 275.000 Tonnen zu beschränken, was 80% der Importe aus dem Jahr 2024 entspricht.

 

Langfristig ist sogar ein vollständiges Verbot dieser Importe geplant. Es gibt auch Überlegungen, Aluminiumimporte zu beschränken und möglicherweise Exporte von Aluminiumschrott mit Zöllen zu belegen.

 

Auf der anderen Seite sind die ersten Produktionszahlen aus China für das laufende Jahr überraschend positiv. Die Primäraluminiumproduktion lag im Januar und Februar mit 7,32 Millionen Tonnen um 2,6% über dem Vorjahr.

 

Der Rückgang der Preise hat wahrscheinlich dazu beigetragen, dass die Gewinnmargen in der Aluminiumindustrie wieder gestiegen sind, was als Anreiz für die Produktion wirkt.

 

Agrarmärkte

 

Die Weizenpreise in den USA und Europa haben sich in der vergangenen Woche tatsächlich von ihren jüngsten Tiefs erholt.

 

Diese Entwicklung ist vor allem auf Sorgen über mögliche Ernteschäden in wichtigen Exportländern zurückzuführen, die durch ungünstige Wetterbedingungen verursacht werden.

 

In den USA gibt es Bedenken hinsichtlich Sturmschäden, Buschfeuern und anhaltender Trockenheit, die die Ernteaussichten negativ beeinflussen.

 

In der Schwarzmeerregion haben die Landwirte ebenfalls mit trockenen Bedingungen zu kämpfen, was die Situation weiter verschärft. Zudem hat Russland, als einer der größten Weizenexporteure, Exportbeschränkungen eingeführt, um den heimischen Markt besser zu versorgen.

 

Diese Faktoren deuten darauf hin, dass die Weizenpreise vorerst gut unterstützt bleiben könnten.

 

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Beste Grüße aus Frankfurt am Main

 

Michael Neumann

Chief Executive Officer