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Die wichtigsten Rohstoffprognosen auf einen Blick, aktueller Stand 23. Mai 2026!

👉 Energie:

 

US-Rohölvorräte fallen stark: minus 17,8 Mio. Barrel in einer Woche, größter Rückgang bisher. Gründe: hohe Exporte und Entnahmen aus strategischen Reserven.

 

Kommerzielle Vorräte: minus knapp 8 Mio. Barrel Strategische Reserven: minus knapp 10 Mio. Barrel.

 

Rohölexporte: 5,6 Mio. Barrel pro Tag, fast Rekord Benzin- und Destillatvorräte liegen deutlich unter Durchschnitt

 

Können USA hohe Exporte halten, ohne Versorgung zu riskieren?

 

Russland-Öl: USA verlängern Ausnahme für Kauf von sanktioniertem russischem Öl um 30 Tage. Wirkung wohl klein, weil Ausnahme nur altes Öl betrifft, das seit 17. April in Tankern lagert. Neue russische Lieferungen bleiben sanktioniert. Russland kann Exporte kaum erhöhen, weil Lieferkapazitäten schon ausgelastet.

 

Gasmarkt nervös: TTF-Preis stieg auf über 52 EUR, 38% über April-Tief.

Gasspeicher füllen sich zu langsam. EU-Speicher nur 36% voll, Deutschland unter 30%. Normal wären Mitte Mai über 50%.

 

Um bis Anfang November 80% zu erreichen, müsste täglich 0,25 Prozentpunkte eingespeichert werden. Zuletzt lag Tempo oft darunter.

 

Mehr US-LNG hilft nur begrenzt. EU importierte im April weniger LNG als im März, weil Lieferungen aus Nahost fehlten. Fallende Winter-Terminpreise machen aktuelle Speicherung wirtschaftlich wenig attraktiv.

 

👉 Edelmetallmärkte:

 

Goldpreis fiel unter 4.500 USD je Feinunze.

 

Hauptgründe: Markt rechnet mit längerem Iran-Konflikt. US-Zinserwartungen stiegen deutlich. Erwartete Fed-Zinssenkungen wurden ausgepreist. Möglich sind nun sogar Zinserhöhungen.

 

Starke US-Erzeugerpreise deuten auf mehr Inflation. Fed-Protokoll zeigt: Bei Inflation über 2% könnten Zinserhöhungen kommen. Höhere US-Zinsen belasten Gold. Bei weiterer Nahost-Eskalation könnte Gold stärker zurückfallen.

 

👉 Industriemetalle:

 

Nickel: Indonesien will Rohstoffexporte über staatliche Agentur bündeln. Markt fürchtet weniger Angebot, besonders bei Nickelprodukten wie NPI. Nickelpreis steigt. Risiko: kleinere Produzenten könnten verdrängt werden, Investitionen leiden.

 

Kupfer: Kupferpreis fiel seit Mitte Mai um rund 5%, vor allem wegen höherer Risikoaversion durch Ölpreise. Fundamentaldaten stützen aber eher: Chinas Produktion schwächelt, Chile senkt Förderprognosen, Grasberg-Mine in Indonesien kommt langsamer zurück.

 

Zink: Zinkmarkt wirkt gut versorgt. Chinas Produktion stieg stark, globaler Markt hatte im ersten Quartal Angebotsüberschuss von fast 90.000 Tonnen. Das spricht gegen erwartete Marktverknappung.

 

Kernaussage: Nickel bleibt wegen Indonesien riskant und preissensibel, Kupfer leidet kurzfristig trotz knapperem Angebot, Zink zeigt entspanntere Versorgungslage.

 

👉 Agrarmärkte:

 

Zuckerpreis fiel wegen Überangebot auf 5½-Jahrestief, erholt sich aber wieder auf knapp 15 US-Cent je Pfund.

 

Markt aktuell: noch Überschuss, aber Lage könnte enger werden. Erwartet wird 2025/26 ein Überschuss von 6,8 Mio. Tonnen, 2026/27 noch 1,4 Mio. Tonnen.

 

ISO sieht 2026/27 dagegen leichtes Defizit von 262.000 Tonnen.

Hauptgründe: mögliche El-Nino-Ernteausfälle, mehr Zuckerrohr für Ethanol statt Zucker.

 

Indien exportiert weiter Zucker, trotz niedrigerer Produktion.

 

Europa meldet kleinere Anbauflächen, daher wohl weniger Zuckerproduktion. Nachfrage nach Zucker bleibt schwach oder stagniert.

 

Fazit: Zuckerpreis könnte Tief erreicht haben. Weiterer Preisdruck nimmt ab, weil künftiges Angebot unsicherer wird.

 

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und stehe unseren Gruppenmitgliedern für Fragen und Analysen gern zur Verfügung!

 

Beste Grüße aus Frankfurt am Main

 

Michael Neumann

Chief Executive Officer

Admin / Gruppenmoderator

 

Neumann Capital AG

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